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Allgemeines
Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein Muskelschlauch, der innen mit einer empfindlichen Schleimhaut ausgekleidet ist. In Wellenbewegungen transportiert sie den Speisebrei zum Magen, wo er gesammelt und für die Verdauung vorbereitet wird.

Die erste Zerkleinerung der festen Nahrung erfolgt durch Kauen im Mund. Das Weitere besorgen die Mahlbewegungen des Magens. Der Magen hat ebenfalls eine starke Muskelwand. Seine Schleimhaut ist beim Gesunden gegenüber dem sauren Magensaft widerstandsfähig. Der Magensaft besteht unter anderem aus Wasser, Salzsäure und Enzymen. Durch den Magensaft wird das Nahrungseiweiß (z.B. aus Fleisch oder Käse) in eine für den Körper verwertbare Form gespalten. Die Magensäure wird im Zwölffingerdarm (Duodenum) durch alkalische Verdauungssäfte der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) neutralisiert.

Um die Nahrung richtig durchzukneten, bewegt sich der Magen wellenförmig etwa 3 mal pro Minute. Wie lange der Magen benötigt, um die Nahrung für die weitere Verdauung im Darm vorzubereiten, hängt von der Zusammensetzung der Nahrung ab:

Je fetter das Essen, desto länger verweilt es im Magen!

Die Knetbewegungen des Magens, mit denen der Speisebrei durchgewalkt wird, und die Magensaftproduktion hängen eng mit dem vegetativen Nervensystem zusammen. Letzteres wiederum wird stark von unseren seelischen Stimmungen beeinflusst. So erklärt sich, dass die Befindlichkeit unseres Magens vom Zustand unserer Psyche abhängt. Wer Magenbeschwerden hat, sollte daher immer auch an seelische Ursachen denken.

 

Symptome
Brennendes Gefühl im Magen, (saures) Aufstoßen (Reflux), meist auch Appetitlosigkeit, manchmal Heißhunger oder Durst, pappig, faden Geschmack im Munde, Völle- oder Druckgefühl oder auch dumpfen Schmerz in der Magengegend, hin und wieder auch Abgeschlagenheit. Kopfschmerzen, Schlafstörungen.

Das Aufstoßen kann stundenlang anhalten, oftmals mit Schmerzen in den Seiten oder im Rücken.

Meist Verstopfung, seltener Durchfall. Die Zunge ist meist belegt, oftmals übler Mundgeruch.

Diese Symptome fasst man unter dem Begriff „dyspeptische“ Beschwerden zusammen.

Sodbrennen ist keine eigenständige Erkrankung, sondern es handelt sich um ein Symptom, das bei verschiedenen Erkrankungen auftreten kann.

Mögliche Ursachen
Unregelmäßige Lebensführung, Diätfehler, übermäßiger Alkoholgenuss, Nikotinmissbrauch, Stress, Unruhe. Oft sind es Managertypen.

Schlechte Eßgewohnheiten, übermäßiges Essen, voluminöse, schwere Mahlzeiten. Es bestand oder besteht manchmal Gastritis oder ein „nervöser“ Magen.

Zum sauren Aufstoßen kommt es, wenn der Schließmuskel der Speiseröhre, der sich über dem Mageneingang (Cardia) befindet, nicht richtig funktioniert. Eine Übersäuerung des Magens liegt meistens nicht vor. Da die Schleimhaut der Speiseröhre nicht gegen die Magensäure geschützt ist, kann diese Schleimhaut Schaden nehmen!

Durch zu enge Kleidung, Übergewicht und Schwangerschaft wird die Neigung aufzustoßen begünstigt.

Die Therapie
Die Therapie muss auf die Beseitigung der Grundkrankheit zielen.

Allgemeine Maßnahmen

 

Diätetische Maßnahmen

 

Hinweise
Sollte das Sodbrennen trotz der Umstellung auf oben genannte Maßnahmen weiterhin bestehen, ist ein Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen um andere Erkrankungen des Magen-Darmtraktes auszuschließen.

Bei anhaltendem Sodbrennen von mehr als 14 Tagen Dauer ist unbedingt eine Klärung der Ursache erforderlich.

 

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