Rückenschmerzen

 

Ob Nackenverspannungen, Kreuzschmerzen, Ischiasbeschwerden oder akute Bandscheibenvorfälle - Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. Jeder dritte Deutsche leidet daran, 1980 war es noch jeder fünfte.

Unsere modernen Lebensgewohnheiten und die einseitige bzw. falsche Belastung der Wirbelsäule machen dem Rücken zu schaffen. Hinzu kommen Stress, der zu Verspannungen führt, Schreibtischarbeit und mangelnde Bewegung die unserem Rücken weitere Probleme bereiten. Dies kann zu Haltungsschäden führen wie uns nachfolgende Bilder zeigen:

Buckel - Kyphose    Hohlkreuz - Lordose    seitliche Verschiebung der Wirbel - Skoliose

Ab dem dreißigsten Lebensjahr lässt die Regenerationsfähigkeit der Bandscheiben, die  zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule liegen immer mehr nach. Die Bandscheiben werden dünner, können leichter verrutschen und dann auf die von der Wirbelsäule ausgehenden Nerven drücken.
Auch die Psyche spielt bei Rückenschmerzen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei Stress und anderen Störungen des seelischen Wohlbefindens reagieren die einen mit Magenschmerzen oder Spannungskopfschmerz, andere haben dann eher Nacken- und Rückenschmerzen.

Nichtorthopädische Probleme, die Schmerzen im Rücken auslösen, wie beispielsweise Unterleibsschmerzen, Tumore oder Entzündungen machen, bezogen auf die Gesamtzahl der Rückenschmerzpatienten, nur etwa drei Prozent aus.

 

Selbsthilfe für den Rücken

Das A & O für einen gesunden Rücken ist eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur. Diese gibt dem Rücken halt. Haben sich erst einmal Rückenschmerzen eingestellt, und sind diese sogar chronisch geworden, so führt dies zu einer Schonhaltung. Dies ist jedoch eine physiologisch unnatürliche Haltung. Die Schmerzen werden mit der Zeit immer schlimmer. Ein Teufelskreis, der mit gezieltem Training und Haltungskorrekturen durchbrochen werden muss. Ein entsprechend geschulter Therapeut kann hier erste Blockaden brechen, indem er verschobene Wirbel aufspürt und gegebenenfalls korrigiert.

Egal, ob Sie einen Beruf haben in dem Sie sitzen, stehen oder liegen (gibt es das?), achten Sie darauf, dass Sie Ihre Haltung häufig ändern. Strecken Sie sich. Bewegen Sie den Kopf. Achten Sie darauf, dass Sie Lasten richtig anheben und tragen.

Liegt eine akute Entzündung oder ein Hexenschuss vor, sind gymnastische Übungen contraindiziert. Hier ist eine Schonhaltung sogar angezeigt um die Muskulatur nicht durch übermäßigen Schmerz weiter zu strapazieren. In der Regel müssen Medikamente eingenommen werden, oder der Therapeut setzt eine Spritze.

 

Was kann man gegen Rückenschmerzen unternehmen, und was sollte man möglichst vermeiden damit sich Rückenschmerzen erst gar nicht einstellen?

 

Unsere drei Herrn von oben haben durch konsequent durchgeführte Gymnastik und spezifische Übungen ihre aufrechte Haltung wieder hergestellt:

                Armheben hinter den Kopf und diesen sanft nach vorne druecken, anschliessend langsam wieder entspannen    Das seitliche Kopfwenden bis zum Anschlag    Das seitliche Rumpfbeugen lockert die Lendenwirbel

Wichtig bei den Übungen ist, dass sie nicht ruckartig sondern langsam durchgeführt werden. Der entsprechende Muskel ist langsam anzuspannen und genau so langsam wieder zu entspannen. Gut ist es wenn die Muskeln vorher erwärmt wurden zum Beispiel durch Duschen oder Baden, aber auch durch Massage.

 

Seien Sie ein aufrechter Mensch!

 

 

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