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Um die Lebensprozesse unseres Körpers aufrecht zu erhalten müssen wir ihn regelmäßig mir Nahrung versorgen. Wir nennen das essen und trinken.

Gerade bei dem heutigen (Über-) Angebot an Nahrungsmitteln und der wenigen Zeit, die wir für die Zubereitung von Speisen haben, bzw. nehmen wollen, ist es wichtig sich Kenntnisse über die Nahrungsmittel anzueignen. Es ist wesentlich besser schlank zu bleiben, als schlank zu werden.

Die Esskultur in unserem Lande hat sich in den letzten 50 Jahren sehr stark verändert. Wo damals jahreszeitbedingtes Gemüse und Obst auf den Tisch kam, ist heute immer alles zu haben. Der Konsum an Fetten und auch an Zucker hat außerordentlich zugenommen. Im Gegensatz dazu ist der Energieverbrauch stark zurückgegangen. Schwere körperliche Arbeit wird von Maschinen übernommen. Einen positiven Aspekt bietet die Möglichkeit die gewonnene Freizeit aktiv zu gestalten. Leider nehmen sich immer weniger Menschen Zeit für die Zubereitung der Mahlzeiten. Es scheint auch, dass der eigentliche Wert der Nahrung unterschätzt wird. Hauptsache es schmeckt!?  Fast könnte man meinen, die Zubereitung der Nahrung ist lästiges Übel und dies sollen gefälligst andere für uns machen.

Aus der Nahrung "baut" unser Körper sich jedoch auf. Wir sind, was wir essen! 

Die Nahrung des Menschen besteht im Wesentlichen aus drei Bestandteilen: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Zu den Nahrungsstoffen gehören noch Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Wasser.

Kohlenhydrate
Die normale Ernährung besteht zum größten Teil aus Kohlenhydraten. Sie machen gut die Hälfte aller Nahrung aus. Kohlenhydrate bestehen aus Kohlenstoff (C) und Wasser (H2O). Die Kohlenhydrate werden fast ausschließlich zur Energiegewinnung genutzt. Ein Gramm Kohlenhydrate liefert 4,1 kcal. Ein Zuviel an Zufuhr von Kohlenhydraten wird jedoch als Fett gespeichert.

Bekanntester Lieferant von Kohlenhydraten dürfte der Haushaltzucker oder Einfachzucker sein. Dieser besteht (wie der Name sagt) aus einem einfachen Saccharinmolekül. Es gibt aber auch Zweifach-, Dreifach-, Vierfach- und Mehrfachzucker. Die Letzteren werden dann Polysaccharide genannt. Diese finden wir fast immer in Pflanzen, also in Obst und Gemüse.

Da der Organismus keine große Arbeit mit der Aufnahme von Einfachzucker hat, steht er sehr schnell als Energielieferant zu Verfügung. Dies sollte aber die Ausnahme bleiben. Den Hauptbestandteil der Kohlenhydrate sollten wir aus Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse beziehen. Dies hat überdies den Vorteil, dass mit diesen Nahrungsmitteln auch andere wichtige Stoffe wie Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zugeführt werden.

 

Eiweiße
Neben Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O), deren Elemente wir auch in den Kohlenhydraten finden, finden wir im Eiweißmolekül noch Stickstoff (N). Weiter können noch Eisen (Fe), Phosphor (P) und Schwefel (S) im Eiweißmolekül vorkommen. Eiweiße benötigt unser Körper zum Aufbau, Reparatur und Erhalt seiner Zellen. Kinder und Jugendliche benötigen daher viel mehr Eiweiß als ein erwachsener Mensch. Der ältere Mensch benötigt dagegen auch wieder eiweißreichere Nahrung, da sein Verdauungstrakt nicht mehr in der Lage ist, so viel Eiweiße zu resorbieren wie ein Erwachsener im mittleren Alter.

In je 100 Gramm der folgenden Lebensmittel sind die genannten Prozente an Eiweiß:

Kartoffeln 2
Milch 3-4
Eier 7
Getreide 8-14
Quark 15
Hülsenfrüchte 20
Nüsse 14-18
Fleisch 0-20
Fisch 15-20
Käse 15-25
Soja 38

Die Proteine werden im Körper in verschiedene Aminosäuren zerlegt. Aus diesen Aminosäuren stellt der Organismus dann die Eiweißmoleküle her, die er benötigt. Dies sind zum Beispiel: Enzyme, Hormone, Antikörper und Blutbestandteile. In der täglichen Nahrung sollte im Durchschnitt mindestens 40g Eiweiß enthalten sein da es sonst zu Gesundheitsstörungen kommen kann. Jedes Gramm Eiweiß liefert 4,1 kcal, also genau so viel wie Kohlenhydrate. Essen wir mehr Eiweiß, als der Körper benötigt, so wandelt der Organismus dies Eiweiß in Fette um und speichert es. Natürlich kann dieser Prozess auch umgekehrt ablaufen. Aus Speicherfett werden in Mangelzeiten wieder Aminosäuren.

 

Fette
Im Unterschied zu den vorgenannten Nahrungsbestandteilen lassen sich Fette nicht in eine Stoffklasse einordnen. Gemeinsam haben Fette nur, dass sie in Wasser unlöslich, in organischen Lösungsmitteln jedoch löslich sind. Fette können als Reservestoffe gespeichert werden. Sie sind jedoch auch am Aufbau der Zellen und als Energielieferanten im Körper vertreten.
Es werden unterschieden:
        Mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren
        Ungesättigte Fettsäuren
        Gesättigte Fettsäuren
        Essentielle Fettsäuren
Die mehrfach und einfach ungesättigten Fettsäuren sind bei einer Temperatur von 20░C flüssig. Sie werden aus Pflanzenölen gewonnen. Diese Fettsäuren wirken sich günstig auf den Blutfettspiegel aus, in dem sie ihn senken. Gesättigte Fettsäuren heben den Blutfettspiegel an. Diese Fettsäuren sind bei Zimmertemperatur fest. Sie sind in der Regel tierischen Ursprungs.
Die essentiellen Fettsäuren können im Gegensatz zu den anderen nicht vom Körper selbst synthetisiert werden. Auch diese Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt.

Fette tierischen Ursprungs können Cholesterin enthalten. Menschen, die einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut haben sollten dies bei dem Verzehr von Fetten bedenken. Ein erhöhter Cholesterinspiegel wird ursächlich mit einigen Erkrankungen, zum Beispiel der Arteriosklerose, in Verbindung gebracht.

In der folgenden Tabelle sind einige Werte zu je 100 Gramm Nahrungsmittel genannt. 

Nahrungsmittel Fettsäuren in Gramm Cholesterin [mg]
gesättigte ungesättigte
Milch 2 - 11
Quark 3 - 14
Margarine 32 19 20
Geflügel 3 1 53
Käse 20 1 80
Schweinefleisch 5 1 90
Rindfleisch 5 2 100
Schmalz 41 10 100
Wild 1 1 110
Butter 52 2 230
Leber 4 3 250
Ei 2 1 280
Nieren 4 1 350
Eigelb 10 2 1400

Fett ist ein wesentlich "besserer" Energielieferant als Eiweiß. Hier liefert uns ein Gramm Fett 9,3 kcal. Aus diesem Grund ist bei dem Verzehr von fetten Speisen Zurückhaltung angezeigt. Aber auch hier gilt: Ohne Fett geht es nicht. Einige Vitamine sind nur in Fett löslich.

 

Ballaststoffe
Ballaststoffe haben zwar keinen Nährwert sind aber trotzdem unverzichtbare Bestandteile unserer Nahrung. Im Wesentlichen bestehen Ballaststoffe aus Cellulose. Dies sind langkettige Kohlenhydrate. Der menschliche Körper ist aber nicht in der Lage die Cellulose zu verwerten. Sie durchlaufen also unverändert unseren Verdauungstrakt. Im Darm quellen die Ballaststoffe durch die vorhandene Flüssigkeit auf und füllen den Darm. Dieser sieht sich dadurch zu einer verstärkten Aktivität veranlasst. Das wiederum erleichtert uns den Gang zum stillen Örtchen.

Der Verzehr von Ballaststoffen hat noch einen weiteren Vorteil: Um Cellulose zu verzehren muss diese gut gekaut werden. Dadurch werden das Zahnfleisch und die Zähne gekräftigt. Ferner verbleibt die Nahrung länger im Mund. Da hier die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt, bedeutet dies für den Darm weniger Arbeit. Er kann sich also auf die Verdauung von anderen Nahrungsbestandteilen "konzentrieren".

Ballaststoffe finden sich vor Allem in Vollkornprodukten, Vollkornreis, Obst und Gemüse. Aber auch hier gibt es Nachteile. Bei dem Verzehr von zu viel Ballaststoffen und anderer Rohkost, kann es im Darm zu Fäulnisbildung und sogar zur Bildung von Fuselalkohol kommen. Besonders Vegetarier oder Rohköstler sind gefährdet. Hierdurch kann es zu Beschwerden kommen wie Blähungen oder anderen Verdauungsstörungen. Der entstehende Alkohol kann sich auf Dauer schädigend auf die Leber auswirken.

Also gilt auch hier: Ma▀halten und alles in einem ausgewogenen Verhältnis verzehren. Bereiten Sie Gemüse zu in dem Sie es dünsten, dann ist es bekömmlicher.

 

Wasser und andere Flüssigkeiten
Zur Ernährung gehört auch das Trinken.

Das beste Getränk ist Wasser. Man unterscheitet:

Beim Trinken von Mineralwasser bekommt der Körper als Zugabe eben die Minerale mit, die dem Wasser seinen Namen geben. Aber auch das Leitungswasser ist ohne Bedenken trinkbar. Gegebenenfalls erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Wasserwerk oder den Stadtwerken nach der Qualität des Wassers. Diese sind verpflichtet Ihnen Auskunft zu geben. Sobald Fruchtsäfte eingemischt werden, wird das Getränk kalorienreicher. Wird gar Zucker eingerührt, oder werden Limonaden getrunken ist der Nährwert des Getränkes nicht unerheblich. Die besten Durstlöscher sind mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte.

Alkoholische Getränke liefern, je nach Alkoholmenge, sehr viel Energie. Ein Gramm Alkohol hat 7 kcal, also fast so viel wie Fett. Bedenken Sie dies bei der nächsten Party.

Die Verwendung von Leitungswasser zur Zubereitung von Säuglingsnahrung ist nur dann empfehlenswert, wenn der Nitratwert des Wassers unter 20mg/l liegt. Verwenden Sie für diesen Fall besser geeignete Tafelwässer.

 

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